Radiologie Wattenscheid
Radiologische Praxis

Dr. med. Th. Weber-Schmitz


Mammographie

Das Mamma-Carcinom ist der häufigste bösartige Tumor und die häufigste Todesursache der Frau zwischen 40 und 60 Jahren. Hauptindikation der Mammographie ist die rechtzeitige Erkennung eines bösartigen Tumors, der dem Tastbefund entgeht. Dadurch ist eine Früherkennung mit einer deutlichen Verbesserung der Lebenserwartung möglich. Außerdem kann durch frühzeitige Krebserkennung eine brusterhaltende Operation erzielt werden. Eine andere Indikation ist die weitere Abklärung eines knotigen Brustabschnittes, einer krankhaften Absonderung oder einer Brustschwellung. Die Sensitivität (Genauigkeit) der Mammographie liegt bei 90% und ist damit die bis heute einzige bildgebende Methode, die für eine Vorsorgeuntersuchung geeignet erscheint.

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Die so genannte "Strahlenbelastung" ist heute durch die Verwendung von speziellen Blenden und Folienkombinationen im Vergleich zu früher deutlich reduziert. Das Risiko, durch eine Mammographie einen Brustkrebs zu induzieren, liegt bei 1: 40.000. Dagegen liegt das Risiko, an einem Verkehrsunfall zu sterben, bei 1:10.000.

Laut der Weltgesundheits-Organisation sollte zur Krebsvorsorge eine Basismammographie mit 30 - 35 Jahren erfolgen. Ab dem 40. Lebensjahr sollte dann in zweijährigen Abständen eine Mammographie durchgeführt werden. Ab dem 50. Lebensjahr sollten jährliche Mammographien veranlasst werden. Bei Patientinnen mit knotigem Drüsenkörper oder bei Patientinnen, in deren Familien ein Brustkrebs-Risiko besteht, sollten jährliche Mammographien durchgeführt werden.

Die Untersuchung sollte bei einer Patientin vor den Wechseljahren direkt nach der Monatsblutung erfolgen, da das Brustdrüsengewebe zu diesem Zeitpunkt am Besten zu beurteilen ist.

Die Patientin wird gebeten, vor der Untersuchung einen Mammographie-Fragebogen auszufüllen, in dem die wichtigen Daten, wie z.B. Anzahl der Geburten, letzte Monatsblutung, Einnahme eines Hormonpräparates, familiäre Krebsbelastung etc., aufgeführt sind.
Während der Untersuchung selber wird die jeweilige Brust in 2 Ebenen untersucht. Dazu muss die Brust leicht schmerzfrei gedrückt werden, um zum einen die "Strahlenbelastung" zu reduzieren und zum anderen eine optimale Abbildung zu gewährleisten.
Nach der Durchführung der Mammographie untersucht die Ärztin/der Arzt die Patientin und tastet u.a. die Brust und die jeweiligen Lymphknoten-Stationen ab. Zum Schluss wird der Patientin das Ergebnis der Untersuchung erläutert, während des Gespräches können noch Fragen etc. geklärt werden.

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